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TESTSPIEL

ETV HAMBURG     VS.   IBK ASTON

(1. Bundesliga - Deutschland)                   (1.Division - Schweden)

Bully:    21.08.2010 - 15:00 Uhr
Ort:      Sporthalle Hoheluft - Lokstedter Steindamm
Eintritt: 1€

 

Auf des Messers Schneide – ETV Hamburg gegen SC Dhfk Leipzig
Sonntag, 21. Februar 2010

Vielleicht war es bezeichnend, dass Spielertrainer Anton Sefkow sich im Vorfeld des Spiels gegen den SC Dhfk Leipzig eine Schnittwunde am Finger zugezogen hatte. Zweiter gegen Fünfter eigentlich leicht verdiente Punkte, doch da hatten sich die Hamburger geschnitten. Nach 70 atemberaubenden Minuten trennten sich beide Mannschaften mit einem 5:5

Die Vorzeichen der Partie standen denkbar ungünstig, neben den Ausfällen von Hobje, Neumann, Herrmann, Kraus, Kappel fehlte auch Toni Westerholm, dessen  Auslandsemester in der Hansestadt vor wenigen Tagen endete. Dafür feierte Tobias Korting nach mehrjähriger Pause sein Comeback für den ETV.

Schon zu Beginn des Spiels war es dem Hamburger Spiel anzusehen, dass die sonstige Sicherheit fehlte. Nach teilweise haarsträubenden Abspielfehlern und mangelnder Durchschlagskraft konnte man von Glück reden, dass die ebenfalls dezimierten Leipziger nur einen Treffer landen konnten. Gegen Ende des Drittels gelang es sogar der unverdiente Ausgleich.

Münster spielte Sefkow auf außen frei der direkt abzog und den Leipziger Keeper überwinden konnte. Eben jener Sefkow war trotz Schnittwunde und Rippenprellung besonders gut aufgelegt möglicherweise ein weiteres Indiz den folgenden Tanz auf der Klinge. Das zweite Drittel verlief ähnlich, mangelnde Konzentration und  Abspielfehler brachten den Gegner immer wieder ins Spiel, die Leipziger zogen auf 1:3 davon. Zum Glück gelang es den ETVlern alte Tugenden wiederzuentdecken und sich zurück in die Partie zu kämpfen. Den Beweis lieferte Tobias Münster als er, von Korting geschickt, die linke Außenbahn herunter zog und den Ball halbhoch im kurzen Eck versenkte, eine pure Willensleistung. Nun waren die Hamburger im Spiel. Nur zwei Minuten nach der 2. Pause war es Grass der nach schönem Querpass von Sefkow den Ball ins leere Tor hämmerte.

Die Chancen häuften sich und die Mannschaft fand zu ihrer spielerischen Linie zurück. In Minute 8 gingen die Hamburger schließlich erstmals mit 4:3 in Führung. Stüble hatte nach Vorlage von Wlocka aus Spitzem Winkel getroffen. Diese wurde einige Minuten später sogar noch erhöht. Sefkow spielte auf Linusson der sich an der Bande gegen einen Leipziger durchsetzte vor das Tor zog und den Ball unter dem gegnerischen Torwart durch steckte, sein erstes Tor für den ETV. Das Spiel hatte sich gewendet. Die kämpferischen Hamburger ließen die Leipziger nicht zur Entfaltung kommen und wollten die Führung noch erhöhen. Vielleicht ein wenig zu offensiv gedacht, denn die Leipziger kamen wie aus dem Nichts zum Anschlusstreffer und läuteten so eine der spannendsten Schlussphasen ein die  das Hamburger Publikum je gesehen hatte. In Minute 17:52 musste ein Leipziger wegen blockieren des Stocks auf die Strafbank. Eine ein Tor Führung und 2 Minuten in Überzahl sollten eigentlich reichen um die 3 Punkte nach Hause zu bringen. Es kam anders, die Abstimmung in der neu zusammengewürfelten Überzahlformation stimmte merklich nicht. So gelang es den Leipzigern tatsächlich in Unterzahl Druck auf den ballführenden Spieler auszuüben. Nach einem langen Pass  aus der Defensive tauchte in Minute 18:36 ein Leipziger frei vor Torhüter Dietz auf. Stüble probierte von hinten an den Ball zu kommen, was ihm nicht gelang, es folgte ein Pfiff. Zum Entsetzen der Zuschauer zeigten die Schiedsrichter eine 2 Minuten Strafe mit Penalty an. Die Luft knisterte förmlich. Palitzsch scheiterte am wiederholt gut aufgelegten Mike Dietz im Hamburger Tor, grenzenloser Jubel auf Hamburger Seite, der Sieg schien zum greifen nah. Nun hieß es 90 Sekunden vier gegen vier zu überstehen. Doch das unfassbare trat ein 40 Sekunden vor Schluss, nach Querpass brauchte der vorhin gescheiterte Palitzsch den Ball nur noch ins leere Tor zu legen. Jubel auf der einen, Resignation auf Hamburger Seite. Die Folgende Overtime brachte nichts Erwähnenswertes hervor. So trennten sich der ETV und SC Dhfk Leipzig nach einer dramatischen Schlussphase mit 5:5. Für die Hamburger zu wenig um den zweiten Platz zu behaupten, für Leipzig zu wenig um den 4. Platz zu erobern.

Nächste Woche folgt das nächste Endspiel in Wernigerode. Es bleibt zu hoffen, dass die mentalen Wunden so schnell verheilen, wie die an Sefkows Finger (LS)

 

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ETV - IBK ASTON  
15:00 Sporthalle Hoheluft
 
 


 
 
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